Ich sah Nubya Garcia zum ersten Mal, wusste nicht, was mich erwartet — und wurde sehr positiv überrascht. Die Zukunft des Saxophons, ein Zusatzstern.
Nubya Garcia — brillant, ideenreich, gut gelaunt. Das Tenorsaxophon sang mit Finessen, zog einen hinein in diese luftige Welt zwischen R&B und Jazz. Eine Künstlerin, die ihre Spielfreude zeigt — virtuos und mitreissend. Man lauscht ihren gefühlvollen Solopassagen.
Lyle Barton an den Keys begleitete mit viel Gefühl. Sein Solo blitzte auf wie ein Versprechen — Klasse, die man klar erkennen konnte. Es wurde allerdings vom Drummer weggehämmert, bevor es sich voll entfalten durfte. Das tat im Herzen weh.
Daniel Casimir am Kontrabass hielt sich sehr stark im Hintergrund — technisch versiert, wie man beim Solo bemerken konnte. Er liess die anderen sprechen.
Nicht so Sam Jones an den Drums. Technisch sehr versiert — aber er lebte in seiner eigenen Welt. Von der ersten bis zur letzten Minute glich er einem wild gewordenen Rockmusiker während eines grandiosen Solos. Er hämmerte auf sein Arbeitsinstrument als gelte es, dieses zu besiegen. Garcias Finessen immer wieder übertönt, Bartons Solo teilweise vernichtet. Er hat das Kommando übernommen — und dabei völlig vergessen, dass Begleiten eine Kunst ist.
Man hofft, sie ersetzen ihn durch einen gefühlvollen Jazz-Drummer. Und dass Nubya Garcia danach bald wieder nach Basel kommt – ich freue mich darauf.
| Titel | Nubya Garcia & Band |
| Datum | 3. Mai 2026 |
| Festival | 36. Offbeat Jazzfestival Basel |
| Ort | Kaserne Basel, Reithalle |
| Besetzung | Nubya Garcia (Tenorsaxophon) · Lyle Barton (Keys) · Daniel Casimir (Kontrabass) · Sam Jones (Schlagzeug) |